Geschichte hautnah erleben: Oldenburger Wall

Historisches Wahrzeichen ist die Wallburganlage, deren Entstehung etwa auf das Jahr 800 n. Chr.Oldenburger Wall zurückgeht. Diese Wallburganlage ist nach Haithabu die bedeutendste frühgeschichtliche Burganlage Schleswig-Holsteins gewesen. Unter dem Namen Starigard (Alte Burg) erscheint sie in den Chroniken des 11. und 12. Jahrhunderts als Hauptsitz der slawischen Fürsten Wagriens. Sie war in diesem Zeitraum die Metropole von ganz Wagrien, Residenz eines slawischen Stammesfürsten, zeitweilig Bischofssitz für den gesamten abodritischen Stammesverband und insgesamt eine  Befestigung frühstädtischer Art mit einer dichten Innenbebauung. Oldenburg hatte Anteil an den Kultur- und Fernhandelsverbindungen seiner Zeit, insbesondere nach Nord- und Osteuropa. Langfristig durchgeführte Grabungen haben ergeben, dass sich unter dem Kern des Oldenburger Walles eine noch ältere Anlage aus germanischer Zeit befindet.

Die wichtigsten Funde und Ergebnisse langjähriger archäologischer Ausgrabungen auf dem Oldenburger Wall werden im Wallmuseum gezeigt. Dieses Museum bietet einen Blick auf die geschichtliche Bedeutung des Walls und die engen Wechselbeziehungen germanischer, slawischer, wikingischer und deutscher Kultur im Verlaufe von vielen Jahrhunderten des frühen Mittelalters – ein Museum von überregionaler Bedeutung.